Wiebke Nimmer

Jahrgang 1961

Photo von Wiebke Nimmer am Rheinufer in KölnDas Leben studieren

Schon als Kind hatte ich den Namen "Spökenkieker" weg, weil ich allem Menschlichen immer tiefer auf den Grund gehen wollte und weil meine Berührungen so anders berührten als andere. Das Wort "Spökenkieker" hatte schon damals einen irgendwie ungeheuren Beigeschmack, der auch mir nicht schmeckte. Also studierte ich, als es so weit war, zunächst Mathematik, weil das so vernünftig und klar war, wie ich dachte.

Doch an der Uni Hannover, fernab der alten Heimat, merkte ich schnell, dass ich viel lieber das Leben selbst studieren wollte als die abstrakte Mathematik. Also studierte ich fortan Germanistik und Romanistik. Und abends ging es zum Finanzieren dieses Studiums in den Kneipen-Job, wo ich das tat, was mich am meisten interessierte: das Leben studieren.

Vom Leben selbst serviert

Was ich dort lernte, erwies sich immer wieder als wesentlich wertvoller, als das akademische Bücher-Wissen. Wie reagieren Menschen worauf? Wie werden Menschen zu denen, die sie sind? Fragen und Antworten wie diese, die mir das reale Leben servierte, waren für mich so fesselnd, dass ich mein Studium an den Nagel hängte und mich mitten ins Leben stürzte, um es dort zu studieren, wo es passiert.

Lange bevor man ahnte, dass es mal so etwas wie ein Internet geben würde, wurde ich freie Autorin diverser journalistischer Artikel und Drehbücher fürs Fernsehen. Und immer wieder kam ich mit Menschen in Kontakt, die nach Lösungen für Ihre Probleme suchten. Ich selbst hatte auch mehr zu verarbeiten als die früheren Hänseleien als Spökenkieker. Doch wie so viele andere Menschen machte auch ich die Erfahrung, dass es zwar sehr erhellend ist, die eigene Geschichte zu analysieren und Erlebnisse intellektuell einzuordnen, aber ...

Immer tiefer auf den Grund gehen

Meditierende Hand aus Messing mit Ornament in der Handfläche... aber auch wenn analytisch wie intellektuell die logische Abfolge von Ursache und Wirkung noch so klar darliegt, ist es schon erstaunlich, dass es einem emotional trotzdem nicht viel besser geht. Es musste also noch viel mehr geben, das sich entdecken ließ, wenn ich dem, was Menschen immer wieder zutiefst berührt, immer tiefer auf den Grund ging, um am Ende das zu finden, was wir ja alle so suchen: Frieden und Zufriedenheit mit uns selbst.

Es folgte eine lange Suche, bei der ich erst lernte meine Gabe der Energetischen Berührungen zu akzeptieren, wurde Reiki-Meisterin, meisterte unzählige eigene große und kleine Krisen. Und seitdem mir auch das Wort "Spökenkieker" ein Lächeln entlockt, fand ich etwas, das sich als noch wichtiger erweisen sollte als meine Gabe: ich entdeckte die Indische Philosophie, in der schon vor Jahrtausenden genau beschrieben worden ist, wie wir Menschen eigentlich sind.

Zufrieden und gesünder werden

Dank dieses alten Wissens, das mir auch dank ausführlicher Erklärungen eines Inders das Herz öffnete, konnte ich mir selbst helfen und danach auch vielen anderen, die meine Beratungen, die berühren, in Anspruch nehmen. Dieses alte Wissen kommt mitten aus dem Leben in das Leben, das wir heute führen, und ist heute so aktuell wie vor tausenden von Jahren.

Es beschreibt, welche Energie körperlich wie seelisch gleichermaßen in uns zum Tragen kommt und dabei auf welchen Wegen was bewirkt. Und es beschreibt, wie wir das Verstehen der Energien nutzen können, um mit uns ins Reine zu kommen. In aller Regel bewirkt das auch eine klare Verbesserung der körperlichen Gesundheit. Wie klar und in sich stimmig diese Erklärungen sind, erlebe ich im wirklichen Leben Tag für Tag im Umgang mit Menschen und ihren Schicksalen.

Dankbarkeit

Heute lerne ich Hindi, um diese alten Schriften auf Hindi lesen zu können. Die erworbenen Sprachkenntnisse eröffnen mir wie erhofft weitere Wege, diesem alten Wissen auf den Grund zu gehen. Es vertieft mein Verständnis der Energie, von der alles Leben durchdrungen ist, wie auch Albert Einstein feststellte. All das schärft auch meine Intuition und erweist sich dadurch immer wieder als sehr wertvoll, wenn ich Menschen körperlich und seelisch so berühre, dass es ihnen am Ende tatsächlich hilft, zufriedener mit sich selbst und gesünder zu werden.

All das hat mir das pralle Leben serviert. Und dafür bin ich dem Leben und all dem, was das Leben so ausmacht, unendlich dankbar.